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Lexikon

In Kürze steht Ihnen das Lexikon der Naturrohstoffe des tropischen Regenwaldes zur Verfügung.

Aloe Vera

 

Die Aloe Vera ist eine sehr robuste Pflanze, die, wie auch der Kaktus zu den Sukkulenten zählt und zur Familie der Affodillgewächsen gehört. Sie speichert Wasser in Ihren Blättern und muss daher nur gelegentlich gegossen werden. Da die Aloe sehr pflegeleicht ist, ist sie besonders unter Pflanzenfreunden beliebt, die vielleicht nicht den grünsten Daumen vorweisen können, also schlichtweg einfach kein Händchen für Pflanzen haben.

Als Ursprung der Aloe Vera wird die arabische Halbinsel vermutet.

Neben der allgemein bekannten Aloe Vera zählen über 500 weitere Pflanzen zur Gattung der Aloe.

 

Anwendung Aloe Vera Gel

Das Aloe Vera Gel, das sich im Innern der Blätter beherbergt, wird vor allem in Kosmetik-Produkten, Shampoos und Duschgels verwendet und soll feuchtigkeitsspendend wirken und unter anderem den Heilungsprozess von Hautproblemen, wie Sonnenbrand oder leichten Verbrennungen bestärken. Abgesehen von der äußerlichen Anwendung, ist es jedoch auch zum Verzehr geeignet (z.B. in Smoothies, Säften usw.).

 

Anbau, Ernte und Vermehren der Aloe

Die Aloe Vera ist nicht nur in der Pflege leicht zu Hand haben, sondern lässt sich auch ohne große Mühen ernten und vermehren. So lassen sich Ableger leicht durch abgeschnittene Blätter oder Kindel (kleine „Pflanzenkinder“, die an der Mutterpflanze wachsen und zur vegetativen Vermehrung dienen) ziehen.

Bei selbstständiger Gewinnung des Aloe Vera Gels aus den Blättern der Aloe Vera Pflanze ist Vorsicht geboten, da das Gel von einem gelben Saft ummantelt wird, der den abführend wirkenden Stoff Aloin enthält. Es empfiehlt sich daher den Saft nach dem Abschneiden der Aloe Vera Blätter vorerst mehrere Stunden abtropfen zu lassen und nur das tatsächliche durchsichtig-milchweiße Aloe Vera Gel von der Blattrinde abzutrennen.

Lapacho

 

Der Lapacho Baum wächst vor allem in Teilen Süd- und Mittelamerikas, in Ländern wie Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Paraguay und Peru.

 

  • Name: Tabebuia avellanedae, Tabebuia impetiginosa (Indianisch)

Pau d’Arco = „Bogenholz“ (Brasilien, USA)

Ipé Roxo

 

Im Sommer trägt der Baum je nach Gattung entweder rosafarbene oder gelbe Blüten. Das robuste Holz des Stammes ist recht glatt von außen und ähnelt in der Beschaffenheit der, in unserem Breitengrad wachsenden Eiche.

Aus dem inneren rötlichen Teil des Stammes wird die, für den Lapacho Tee verwendete Rinde, gewonnen.

 

Wirkung

Dem Lapachotee, also dem wässrigen Aufguss aus der Lapacho Rinde, wird nachgesagt bei der Behandlung von Krebs, Diabetes, Leukämie, Geschwüren und Rheumatismus zu helfen,  sowie entzündungshemmend zu wirken. Die Rinde des Lapachobaumes soll einen Stoff enthalten der chemisch ähnlich aufgebaut ist, wie es bei Vitamin K der Fall ist. Dadurch soll Lapacho nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch entgiftend wirken. Dies gelingt scheinbar durch einen Anstieg der roten Blutkörperchen, was die Sauerstoffversorgung der Zellen im Blut verbessern soll und dadurch der Energieversorgung des gesamten Körpers zu Gute kommt.

Naturvölker wie die Inka und deren Nachkommen schwören schon Jahrhunderte auf die Kraft des Lapacho.

 

Forschung

Bei der modernen wissenschaftlichen Erforschung über die Wirksamkeit der Lapacho Rinde fallen vor allem zwei Namen in den Fokus: Prof. Dr. Walter Accorsi, ein Professor und Mediziner aus São Paulo, Brasilien und Dr. Theodoro Meyer (Botaniker und Arzt aus Argentinien).

 

Letzterer beschäftigte sich neben der tatsächlichen Untersuchung der Rinde, vor allem auch mit der Befragung des Stammes der Kallawayas, die als Nachfahren der Inka gelten und über ein ausführliches Wissen über Lapacho und viele weitere Pflanzen verfügen. Die „Lords der Medizintasche“, wie die Kallawaya auch genannt werden, glauben zutiefst an die Wirkung des Lapacho Baumes. Mehr noch, sei der Lapacho laut ihnen nicht nur irgendeine Pflanze, sondern gehöre zu einer der wichtigen „Lehrerpflanzen“, die durch ihre Heilkraft sogar bei chronischen Krankheiten angewandt werden können.

Aber auch Dr. Theodoro Meyer selbst war überzeugt von der Wirkkraft der Rinde. So entdeckte er in den 1960er Jahren bei seinen Untersuchungen im Labor die wichtigsten Wirkstoffe des Lapacho. Der Botaniker konnte dabei das Chinon (Gruppe organischer Verbindungen) Lapachol feststellen, das die Zusammensetzung des Blutes normalisieren soll und dem des Vitamin K ähnele. Dadurch trage es bei der Unterstützung des Leberstoffwechsels und an der Blutgerinnung bei.

 

Der für sein Wissen über Heilpflanzen bekannte Botaniker, Prof. Dr. Walter Accorsi war der Meinung, dass Lapacho bei der Linderung allerlei Erkrankungen wie Krebs, Leukämie, Diabetes oder Rheuma behilflich sein könne. So behandelte er über Jahrzehnte hinweg seine Krebspatienten in seiner Klinik in São Paulo begleitend mit Lapachotee. Er konnte durch seine Untersuchungen und vor allem durch die vielen positiven Erfahrungsberichte seiner Patienten, schlussfolgern, dass der Extrakt des Lapacho, zum Einen schmerzlindernd wirke und zum Anderen beim Anstieg der roten Blutkörperchen beitrage. (Die Vermehrung der roten Blutkörperchen ist beim Transport von Sauerstoff zu den Zellen von Bedeutung und kommt der Vitalität des Organismus zu Gute.)

 

Andere Gebrauchsformen

Während die innere rötliche Lapacho Rinde als Tee und Aufgussgetränk dient, wird das robuste Holz des Lapacho Baumes unter anderem für die Produktion von Möbeln und Parkett verwendet. Der Baum wird wegen seines häufigen Vorkommens, seiner Stabilität und der Härte und Widerstandsfähigkeit des Holzes auch als „Südamerikanische Eiche“ bezeichnet.

 

(Lapacho Baum in voller Blüte, in Asunción, Paraguay)